Müllern (1)

07/05/2010

[0] Wir nennen es Müllern, aber eigentlich gibt es zwei „Müllern“. Beide Müllern heißen Müllern, weil wir jede der beiden Dareichungsformen bei Besuchen bei dem Schriftsteller André Müller sen. in seinem Landsitz in Juntersdorf gelernt haben. Das hier beschriebene Müllern ist eine Art, aus Spargel ein simples, aber entzückendes Hautpgericht zu machen: Man legt mehrere Stücke gute Butter auf den Spargel, lässt diese verlaufen, und hobelt dann Parmesan über das Gemüse. Als Butter nimmt man ruhig Baratte, das schmeckt bei solchen Gelegenheiten vor, und durchaus gesalzene, in diesem Fall mit fleur de sel de Guérande. Mit weißem Spargel geht es auch, der grüne ist aber deutlich robuster in Geschmack wie Zubereitung.

Wladimir Iljitsch Nahles

16/11/2009

Nahles will SPD mit Vierjahresplan zur Macht führen

Der Fortschritt hat wieder eine Zukunft!

15/11/2009

Gabriel und Eppler verzauberten SPD-Delegierte

Ich schwöre, ich war’s nicht

09/10/2009

Diese Zeitung wirbt mit den Bildern und Zeichnungen des Malers Thomas J. Richter. Sie sind direkt und freundlich, kämpferisch und lustig, verwegen und schlau – so , wie diese Zeitung idealerweise sein soll. Und jetzt sind sie weg. Sang- und klanglos aus dem Lager in der jW-Ladengalerie entfernt. Aber nicht von uns. Wir wissen nicht, von wem.

Gute Späße sind überall gut (1)

09/10/2009

Da hätte es mir noch eher eingeleuchtet, wenn der Preis an Obamas Hund Bo gegangen wäre […]

Denn Bo ist auch naiv und meint es bestimmt auch gut. Und wie alle Hunde freut er sich, wenn man ihn lieb hat, und tut alles dafür. Aber anders als der Präsident kann er mit diesen Eigenschaften keinen Schaden anrichten.

Lob der Einseitigkeit

06/10/2009

Zum 100. Geburtstag des Dramatikers Alfred Matusche am 8. Oktober 2009.

Als der Dichter Alfred Matusche herausfand, dass er so gar nicht in seine Zeit passte, da trat er ohne zu zögern aus ihr aus. Das hat sie ihm, fristlos gekündigt wie sie war, bis heute nicht vergeben.

Matusche ist kein Anti-Moderner, er strengt sich nicht an, etwas Erledigtes zu erledigen. Seine Dramen sind ohne jedes Argument, fast organisch, einfach nicht modern. Zwei Dinge vor allem machen ihn aus: Er dichtete, als habe es Bertolt Brecht nie gegeben, und er dichtete, als sei es die erste Pflicht des Künstlers, die Kunst zu machen und nicht die Politik.

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In manchem

04/10/2009

Angesichts interner Diskussionen, wie man die eine oder die andere Äußerung von Peter Hacks zu bewerten hat, und angesichts der schablonenhaften Reaktionen der Öffentlichkeit auf diese Äußerungen sowie angesichts der Notwendigkeit, mit der Zeit zu gehen und auch Hacks an den Maßstäben der voranschlappenden Gegenwart zu messen, könnte man vielleicht sagen:

In manchem war Peter Hacks der Thilo Sarrazin seiner Tage.

Frankfurter Fragebogen

03/10/2009

Aus gegebenem Anlass unterziehe ich mich der Tortour de force der unaufgeforderten Auskunftswut:

Was ist für Sie das größte Unglück: Etwas nicht verstanden zu haben.

Wo möchten Sie leben: Im späten 18. Jahrhundert, mit einem Rückreiseticket in der Tasche.

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Michael Gräter

06/09/2009

sagt, Klatsch sei unser sozialer Klebstoff.

Mag sein, aber muss man ihn gleich schnüffeln?

Geständnisse eines Kirchenchefs

05/09/2009

Kenn‘ ich!:

Seit es Messdienerinnen gibt, geht die Zahl der geistlichen Berufungen zurück.

Haben Sie mal neben einer Frau gekocht?