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Lob der Einseitigkeit

06/10/2009

Zum 100. Geburtstag des Dramatikers Alfred Matusche am 8. Oktober 2009.

Als der Dichter Alfred Matusche herausfand, dass er so gar nicht in seine Zeit passte, da trat er ohne zu zögern aus ihr aus. Das hat sie ihm, fristlos gekündigt wie sie war, bis heute nicht vergeben.

Matusche ist kein Anti-Moderner, er strengt sich nicht an, etwas Erledigtes zu erledigen. Seine Dramen sind ohne jedes Argument, fast organisch, einfach nicht modern. Zwei Dinge vor allem machen ihn aus: Er dichtete, als habe es Bertolt Brecht nie gegeben, und er dichtete, als sei es die erste Pflicht des Künstlers, die Kunst zu machen und nicht die Politik.

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